Solo - Kalk (Solothurner - Lose - Kalk)

 
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Was ist Solo-Kalk

• Solo-Kalk ist ein Dünger, welcher bei der Entkarbonisierung von Aarewasser im Kernkraftwerk Gösgen gewonnen wird.
 
• Solo-Kalk wurde vom Bundesamt für Landwirtschaft als Dünger bewilligt. Er erfüllt die Anforderungen der Mindestqualität von Düngern bezüglich Schadstoffgehalt, Hygiene, Fremdstoffgehalt und Pflanzenverträglichkeit.
 
• Solo-Kalk besteht zu 70 bis 75% aus Calciumcarbonat (CaCO3). Er ist leicht feucht, und lässt sich gut streuen.
 
• Als Recycling Dünger fällt Solo-Kalk im Kanton Solothurn an. Er wird vom Solothurnischen Bauernverband vertrieben und kann als hochwertiger Kalkdünger eingesetzt werden.
 
• Als hochwertiger Kalkdünger hat Solo-Kalk folgende Wirkung:
    • Verbesserung der Kalkversorgung
    • Anhebung des pH-Wertes
    • Stabilisierung der Krümelstruktur
    • Verbesserung des Wasser- und Lufthaushaltes
    • Beitrag gegen Verschlämmung und Verkrustung des Bodens
    • Verbesserung der Verfügbarkeit von Nährstoffen
    • Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit

 

• Eine Tonne Solo-Kalk enthält:

    • Kalk (Calciumcarbonat CaCO3) 700-750 kg
    • Stickstoff (N) 1.5 kg
    • Phosphor (P2O5) 0.5 kg
    • Kalium (K2O) 1.0 kg
    • Magnesium (Mg) 5.0 kg
 
• Solo-Kalk hat einen Phosphorgehalt von lediglich 0.5 kg P2O5 pro Tonne. Er bietet deshalb Vorteile für Betriebe, welche auf Grund eines hohen Tierbesatzes Probleme mit der Phosphorbilanz haben. Der Stickstoff muss nicht in die Bilanz aufgenommen werden.
 
• Bei der Bemessung der Kalkgaben muss auf die Bodenproben abgestellt werden. Für eine Aufkalkung mit Solo-Kalk gelten folgende Faustzahlen:
 
Ackerland:
 
Gaben in dt pro ha  pH 5.5 - 6.0  pH 5.0 - 5.4  pH < 5.0 
Leichter Boden < 10% Ton  20  25  30 
Mittlerer Boden 10 - 30% Ton  30  40  50 
Schwerer Boden > 30% Ton  40  50  60 
 
 
Dauergrünland:
 
 Gaben in dt pro ha pH 5.5 - 6.0  pH 5.0 - 5.4  pH < 5.0 
 Leichter Boden < 10% Ton 10  15  20 
Mittlerer Boden 10 – 30% Ton 15   25 30 
 Schwerer Boden > 30% Ton  25  30 35 
 
 
 
• Für gezielte Kalkgaben ist eine Bestimmung der Ionenaustauschkapazität (KAK) und der Basensättigung von Vorteil.
 
• Bei der Aufkalkung mit Solo-Kalk ist darauf zu achten, dass die Folgekultur alkalische Bodenverhältnisse liebt (z.B. Zuckerrüben, Gerste, Luzerne etc.)
 
• Beim Streuen von Solo-Kalk empfiehlt sich die Anwendung eines Exaktstreuers.
 
• Der Solo-Kalk kann ganzjährig ausgebracht werden (allerdings nicht auf schneebedeckten und gefrorenen Boden). Für eine schnelle Wirkung soll er im Ackerland oberflächlich mit einem nichtwendenden Gerät eingearbeitet werden.
 
• Der Solo-Kalk gilt als Dünger und darf als solcher nicht verwendet werden in Gebieten, die unter Naturschutz stehen (soweit die massgebenden Vorschriften oder Vereinbarungen nichts anderes bestimmen); in Riedgebieten, Mooren, Hecken und Feldgehölzen sowie in einem Streifen von drei Metern Breite entlang von Hecken und Feldgehölzen; in oberirdischen Gewässern und in einem Streifen von drei Metern Breite entlang von oberirdischen Gewässern sowie in der Zone S1 von Grundwasserschutzzonen (Fassungsbereich).
 
• Solo-Kalk darf nicht im biologischen Landbau eingesetzt werden.
 
• Solo-Kalk darf unter folgenden Voraussetzung am Feldrand gelagert werden:
    • Der Lagerplatz darf nicht in einer Grundwasserschutzzone liegen.
    • Der Kalk ist mit einer wasserdichten Folie vor Abschwemmung zu schützen.
    • Gegenüber Oberflächengewässern müssen folgende Abstände eingehalten werden:
    • Ausserhalb Bauzone: bei Flüssen und Seen: 30m; bei Bächen: 10m
    • Innerhalb der Bauzone: bei Flüssen und Seen: 10m; bei Bächen: 3m
    • Beim Auf- oder Ablad des Kalkes dürfen keine Bodenverdichtungen entstehen.
 
 
Solo-Kalk 
 
 
Riedholz, 20. Oktober 2003/ BS

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Fax. 032 628 60 69

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